Patienten nach schweren Verletzungen und Operationen hospitalisieren wir in der Klinik. Während ihres Aufenthalts stehen sie unter
regelmäßiger tierärztlicher Aufsicht, und wir können ihnen die gesamte notwendige Pflege zukommen lassen.
Wann ist eine Hospitalisierung notwendig?
Autounfälle, komplizierte Brüche oder schwere Zustände bei Vergiftungen, Infektionen und Erkrankungen innerer Organe erfordern eine Infusionstherapie, wiederholte Kontrollen des Gesundheitszustands und die Aufrechterhaltung einer konstanten Körpertemperatur. Für solche Patienten stehen uns zwei
beheizte Inkubatoren, mehrere
Hospitalisierungsboxen in verschiedenen Größen für Hunde und Katzen in einem separaten Raum sowie
Terrarien für die Hospitalisierung von Reptilien zur Verfügung.
Was passiert mit dem hospitalisierten Tier?
Überwachung der Vitalfunktionen
Tiere in kritischem Zustand stehen unter ständiger Beobachtung, und ihre Vitalwerte werden von speziellen Monitoren aufgezeichnet. Alle wichtigen Informationen werden im Hospitalisierungsprotokoll festgehalten.
Verabreichung von Medikamenten, Infusionstherapie und Kontrolluntersuchungen
Den hospitalisierten Patienten werden Medikamente gemäß ihrem Behandlungsplan verabreicht. Verletzungen oder Operationswunden werden regelmäßig versorgt und neu verbunden. Die Hospitalisierung des Tieres ermöglicht es, Kontrolluntersuchungen in den erforderlichen Intervallen durchzuführen.
Hospitalisierung von Katzen
Katzen, deren Gesundheitszustand dies zulässt, werden in einem von den Hunden getrennten Raum untergebracht. Die Katzen-Hospitalisierungsboxen erfüllen die Anforderungen der International Society of Feline Medicine (ISFM) und bieten den Katzen ausreichend Privatsphäre.
Hospitalisierung von Hunden
Hunde, deren Gesundheitszustand dies zulässt, werden in Boxen entsprechend ihrer Größe untergebracht. Für große und mittlere Rassen sind extra geräumige Boxen vorgesehen, während Zwerg- und kleine Rassen sich in kleineren Boxen wohler fühlen.
Hospitalisierung von Reptilien und kleinen Säugetieren
Für Reptilien und kleine Säugetiere haben wir beheizbare Terrarien bereitstehen, die individuell an die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten angepasst werden können.
Trinkverhalten und Ernährung
Die tiermedizinischen Fachangestellten achten unter Aufsicht des Tierarztes auf die Einhaltung des Trinkverhaltens und die Nahrungsaufnahme unter Berücksichtigung des Gesundheitszustands des Patienten. Wenn es die Situation erfordert, wird die Zufuhr von Flüssigkeit und Nährstoffen intravenös sichergestellt.
Unsere Patienten erhalten je nach Indikation tierärztliche Diäten von Royal Canin, Futter von Hill’s, und Katzen, die unter Appetitlosigkeit leiden, haben die Pasteten der Firma Inaba sehr lieb gewonnen. Der Speiseplan von kleinen Säugetieren und Reptilien wird individuell an die spezifischen Anforderungen und den Gesundheitszustand angepasst.
Hygiene und Gassigehen
Patienten, die sich nicht bewegen oder laufen können, werden von unseren tiermedizinischen Fachangestellten gepflegt und sauber gehalten. Hygiene ist einer der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Wundheilung und die Vorbeugung von Komplikationen, weshalb auch die Hospitalisierungsboxen regelmäßig desinfiziert werden.
Tiere, die laufen können, unterstützen wir in ihrer Aktivität. Die Helferinnen gehen regelmäßig mit ihnen spazieren, und für die meisten Patienten ist das Gassigehen eine willkommene Abwechslung und Bereicherung.
Spiele und Spielzeug
Die Patienten können ihre Lieblingsdecke, ein Spielzeug oder ihr Körbchen mitbringen. Aus hygienischen oder Sicherheitsgründen ist es jedoch nicht immer möglich, dass sie diese direkt bei sich haben. Aber auch in diesem Fall bekommt das Tier immer genügend Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten und Zuwendung.
Wird es ihm nicht traurig sein?
Tiere in schwerem gesundheitlichem Zustand stört die Trennung vom Besitzer meist nicht. Allen Patienten schenken unsere Helferinnen und Tierärzte während der Hospitalisierung viel Aufmerksamkeit. Der Besitzer
kann sein Haustier nach Absprache jederzeit besuchen und den Behandlungsverlauf mit dem behandelnden Tierarzt besprechen.